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ECI - NEWS

ISO 9001:2015

 

ECI-MANUFACTURING ist ISO 9001:2015 zertifiziert. Wir garantieren höchste Qualität in der Produktion und exzellente Auftragsabwicklung.

 

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Überlegungen zur Digitalisierung in produzierenden Unternehmen

„Daten sind das neue Öl!“ Diese Aussage hat der britische Mathematiker Clive Humby bereits vor über 10 Jahren getätigt.

Und heute? Heute hören wir immer noch die selbe Aussage, vielleicht etwas verändert: „Daten werden das neue Öl sein!“.

 

Digitalisierung als Stiefkind

Das heißt, es hat sich seit 10 Jahren noch nicht allzu viel diesbezüglich getan – zumindest nicht in der Industrie. Dass die Daten in Form von Maschinensensoren usw. vorhanden sind, hat sich schon weitgehend rumgesprochen, nur sie werden nicht ganzheitlich abgegriffen und genutzt. Schaut man sich den Unternehmen um, werden nur punktuell Daten ausgelesen, weil „man genau diese Daten gerade für eine bestimmte Software braucht“. Laut einer Bitkom-Statistik aus April 2018 sind in Deutschland erst 25% der Maschinen vernetzt!

 

Das Ergebnis in den der fertigenden Industrie, vor allem bei KMUs: Oftmals wird nur ein kleiner Teilbereich betrachtet und dieses Projekt intern groß als Digitalisierungsstrategie verkauft. Das Ganze muss dann (wenn wir von fertigenden Firmen sprechen) im Tagesgeschäft implementiert werden, sodass das groß angekündigte Digitalisierungsprojekt eher als Stiefkind angesehen wird. Wir merken dies dadurch, dass in Zeiten, in denen die Konjunktur sehr gut ist, Digitalisierungsprojekte eher verschoben werden, weil „wir mit Aufträgen voll sind und keine Zeit haben!“.

 

Drei wichtige Punkte für ein Digitalisierungsprojekt

Drei große Fallstricke gibt es, die eine Firma in Zukunft durchaus in Schwierigkeiten bringen können:

  • Digitalisierung ist kein Projekt, das nebenbei läuft, sondern wird in Zukunft das strategisch wichtigste Steuerungswerkzeug eines Unternehmens sein, das heißt: Digitalisierung muss in der obersten Ebene des Unternehmens angesiedelt sein und schon heute im Jahr 2018 als Priorität A angesehen werden! Das Risiko, wenn man dies versäumt ist folgendes: Das eigene Geschäftsmodell kann durch digitale und disruptive neue Geschäftsideen von Mitbewerbern innerhalb kurzer Zeit ausgehebelt werden!
  • Digitalisierung muss ganzheitlich gesehen werden! Es genügt nicht, sich zu überlegen, eine bestimmte Software, sei es ein MES, ein ERP oder Werkzeugdatenmanagementsystem ins Haus zu holen und dann zu sagen: „Wir leben Industrie 4.0!“
    Eine IBM-Studie sagt, in naher Zukunft wird es knapp über 100 verschiedene Softwareanwendungen in einem produzierenden Betrieb geben. All diese Anwendungen wollen mit Daten versorgt werden. Wenn hier die Basis fehlt, kann dies einen enormen Energie- und Kostenaufwand für das Unternehmen bedeutet, weil mit der Einführung eines jeden Systems von vorne begonnen werden muss
  • Digitalisierung wird nicht zu Ende gedacht: Viele Unternehmen wissen nicht, für was die gewonnen Daten eigentlich genutzt werden sollen und wie deren Kunde davon profitiert. Nur Transparenz zu schaffen, damit man weiß, wo welcher Auftrag gerade in der Fertigung ist, hat nichts mit Digitalisierung oder gar Smart Factory zu tun! Damit sind wir wieder beim Management eines Unternehmens: Das Management sollte sich fragen, wo wollen wir mit der Firma im Zeitalter der Digitalisierung hin, was wird in 5 oder 10 Jahren am Markt gefragt sein und wie werden sich die Bedürfnisse unserer Kunden ändern? Die nächste Frage ist dann: Welche Daten brauche ich dazu und wie können mir Daten dabei helfen?

 

Die wichtigsten Fragen VOR einem Digitalisierungsprojekt

Bevor nun das große Digitalisierungsprojekt in einem fertigenden Betrieb gestartet wird, sollten Sie sich als Manager einer dieser Firma folgende Fragen stellen:

  • Was ist in meinem Unternehmen nötig, um Top-Down das ganze Unternehmen zu digitalisieren?
  • Wo will ich mit meinem Unternehmen im Digitalzeitalter hin?
  • Wie werden sich die Bedürfnisse meiner Kunden ändern und wie kann ich diese Bedürfnisse befriedigen (eventuell an ein neues Geschäftsmodell denken!)?
  • Welche Daten produziert mein fertigendes Unternehmen und wie kann ich diese Daten nutzen, um mein Unternehmen fit für die Zukunft zu machen, besser noch, einen Vorsprung gegenüber Mitbewerbern herausholen?
  • Und jetzt erst kommt der folgende Gedanke: Wie komme ich an die Daten ran, z.B. von Maschinen? Eine digitale Schicht, die alle Daten aus allen vorhandenen Maschinen auslesen kann (und im besten Fall auch Daten an die Maschinen senden) ist hier die Basis für alle weiteren Teilprojekte im Rahmen der Digitalisierung
  • Nach dem die Datenbasis erstellt ist, kann man sich damit beschäftigen, welche Werkzeuge, in diesem Fall, welche Software-Lösungen (MES, CAQ, TDM, ERP,…) nötig sind, um ein digitales Bild einer Fertigung zu erhalten (ein sog. Digitaler Zwilling), die Fertigung effizienter zu gestalten oder sogar neue (Daten-)Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Der Gewinn in einem produzierenden Unternehmen durch Digitalisierung ist umso größer, umso mehr Bereiche digital abgebildet werden, z.B. Prozessdaten, Maschinendaten, Personaldaten, Werkzeugdaten, aber auch alle an die Fertigung angrenzenden Bereiche, wie Qualität, Einkauf, Logistik bis hin zu Vertrieb und Marketing. Aus diesen Daten kann dann mittels verschiedener Data Analytics Tools das digitale Abbild der Fertigung erstellt werden (digitaler Zwilling) und das Unternehmen in Echtzeit schneller und effizienter gesteuert werden. Dies gilt insbesondere für fertigende Firmen, die immer mehr zur Losgröße 1 tendieren.

 

Ein wichtiger Punkt zum Schluss: Bei jedem Digitalisierungsprojekt sollte der Kunde des Unternehmens als der größte Profiteur am Ende dastehen.

Foto von Startup Stock Photos von Pexels