eci_home_1.jpg
eci_home_2.jpg
eci_home_3.jpg
eci_home_4.jpg

ECI - NEWS

ISO 9001:2015

 

ECI-MANUFACTURING ist ISO 9001:2015 zertifiziert. Wir garantieren höchste Qualität in der Produktion und exzellente Auftragsabwicklung.

 

Hier den ECI-Folder ansehen

 

„Warum Sie es vermeiden sollten, das Digitalisierungspferd von hinten aufzuzäumen“

Die ersten Gedanken zu einem Digitalisierungsprojekt am Shop Floor

Haben Sie sich explizit Gedanken gemacht, wie Sie die Steuerung jeder einzelnen Maschine anzapfen können?

Bei den Verkaufspräsentationen verschiedener Softwarehersteller können bzw. sollten Sie durchaus die Frage, wie die Daten aus der Maschine geholt werden, stellen. Sie werden oft hören, dass es Plug-Ins, standardisierte Schnittstellen zu Plattformen (REST oder ähnliches) usw. gibt, mit denen es ganz leicht ist, Maschinen an die Software anzuschließen.

Doch leider ist das nur die halbe Wahrheit. All diese Plug-Ins funktionieren nur, wenn sie bereits wissen, wo die Daten in der Maschinensteuerung liegen. Diese zu finden, ist die Aufgabe des Kunden, der die Software-Lösung installieren möchte – also von Ihnen.

 

Wo sind die Daten?

Das heißt auf gut deutsch: Der Software-Lieferant greift die Maschine nicht an, weder nimmt er ein Internetkabel in die Hand und steckt es an, noch „sucht“ er nach den Signalen in der Steuerungssoftware.

Das was Sie vom Software-Hersteller erhalten, ist das Schnittstellenprotokoll, das Sie mit Daten befüllen müssen. In einem Bild gesprochen, steht der Softwarelieferant vor der Tür und wartet, bis die Daten herauskommen und nimmt sie dann mit. Wo die Daten in diesem Haus zu finden sind, müssen Sie wissen – doch wissen Sie es?

Wir wollen Sie jetzt nicht beunruhigen, denn die Einführung eines MES oder anderen Systems ist sehr zu empfehlen und es gibt bereits einige sehr ausgereifte Systeme am Markt. Doch das, wovor sich alle scheuen, ist die Datenakquisition aus den Steuerungen. Diese Aufgabe wird dem Kunden überlassen. Oft spielen da auch gewährleistungsrechtliche Punkte mit rein, somit hat dieser Punkt aus Sicht der Softwarehersteller durchaus auch seine Richtigkeit. Nur dem Kunden ist dabei nicht geholfen.

 

Die unterschätzen Aufwände

Dieser nicht zu unterschätzende Punkt erscheint meistens erst auf dem Projekt-Radar, sobald es um die Verbindung der Maschinen mit der Software geht. Oft haben die Unternehmen dann schon die Bestellung an den Software-Lieferanten raus gesendet und haben die Maschinenanbindung weder zeitlich noch kostentechnisch miteinkalkuliert.

 

Was kann passieren, wenn Sie sich über das Thema „Maschinenanbindung“ nicht genügend Gedanken gemacht haben?

 

  1. Das Projekt kann für mehrere Monate zum Stillstand kommen, weil Sie vorher mit allen Maschinenherstellern aus Ihrem Maschinenpark sprechen müssen, wie man an die Daten rankommt. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Hilfsbereitschaft der Maschinenhersteller nicht allzu groß ist, weil für Sie dabei nichts rausspringt und viele Maschinenherstellen es gar nicht gerne sehen, wenn nicht die hauseigene Software-Lösung an ihre Maschinen andockt. Studien belegen, dass das Finden von Maschinensignalen den größten internen Aufwand in einem Shop Floor Digitalisierungsprojekt bedeutet. Nicht wenige Projekte scheitern am Aufwand, verzögern sich oder werden nur halbherzig umgesetzt.

  2. Was ist, wenn Sie zwar in die Steuerung reinkommen, aber die Daten in der Steuerung verschlüsselt sind? Woher bekommen Sie ein Passwort? Da kommt Punkt 1 wieder ins Spiel.

  3. Wer stellt sicher und testet, dass es die richtigen Daten sind, die aus der Steuerung rausholen? Wissen Sie zu hundert Prozent, dass das Signal XY genau das Signal ist, dass Sie wollen? Wie kann man das prüfen? Indem Sie die Maschine einfach mal fahren lassen. Dafür muss aber wieder ein Maschinenbediener zur Verfügung stehen. Da die Ingenieure der Softwarehersteller zwar Experten mit Ihrer Software sind, aber noch nie eine Maschine gefahren haben, müssen Sie als Kunde entsprechendes Maschinenpersonal zur Verfügung stellen. Ihr Maschinenbediener muss genau wissen, welches Programm er fahren muss, um das gewollte Signal zu testen. Und das bei vielen verschiedenen Signalen. Bei Projekten, in denen viele Maschinen angeschlossen werden sollen, kann das sehr viele personelle Ressourcen blocken.

 

Nachhaltige Planung

Bitte denken Sie aber auch an die Zukunft. Welcher Aufwand ist nötig, wenn Sie eine zusätzliche Software einführen wollen? Studien ergeben, dass es in Zukunft bis zu 150 Softwareanwendungen in einer Fertigung geben wird. Der Großteil davon wird sicherlich eine Maschinenanbindung brauchen. Ein weiteres Beispiel, an das Sie denken sollten: Wie funktioniert es, wenn Sie später Maschinen austauschen wollen oder zusätzliche Maschinen integrieren wollen? In solchen Fällen fängt alles wieder von vorne an.

 

All diese Fragen bleiben oft unbeantwortet und treffen Sie unvorbereitet, wenn Sie die Digitalisierung von der falschen Seite her angehen. Leider tun das sehr viele produzierende Unternehmen und müssen dann viel Geld, Zeit und Ressourcen aufbringen, um eine digitale Basis herzustellen.

 

Wenn Sie aber einen Schritt zurück gehen und nicht den zweiten oder gar dritten Schritt vor dem ersten machen und das Thema „Digitalisierung“ in Ihrer Fertigung gesamtheitlich und nicht nur wegen einer spezifischen Software-Lösung betrachten, dann tauchen genau oben aufgeführte Fragen auf.

 

Wenn Sie den ersten Schritt nicht überspringen und eine digitale Basis, wir nennen sie auch gern digitale Schicht, zwischen Fertigung und Industrie 4.0 Software-Lösungen einführen, sind Sie für die digitale Zukunft bestens gerüstet und Software-Projekte, wie die Einführung eines MES sind bei weitem schneller, effizienter, günstiger und kosten Sie vor allem weniger Nerven.

 

Stellen Sie sich vor, Sie haben nur mehr eine einzige Schnittstelle zu den angekündigten 150 Software-Tools in der Fertigung.

Mit der richtigen Herangehensweise und den richtigen Fragen sichern Sie Ihre Basis für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte.